Schritt für Schritt zum eigenen Biogarten

Die wunderbare Natur gedeiht immer am besten, wenn Sie sich als Hobbygärtner sich ihrer selbst bedienen und sich an die Regeln an der Natur halten. Und keiner wusste es besser als die Großmütter, die ohne Gifte, sondern mit natürlichen Samen und Dünger eine reiche Ernte heranzüchteten. Aber mit Sicherheit hätten Sie, einen solchen Garten niemals als ökologisch, biologisch oder als nachhaltig bezeichnet. – aber dennoch war es so. Denn mit natürlichem Dünger zu düngen oder durch eine geschickte Pflanzenauswahl wurde dem Ökosystem praktisch alles in die Hände gespielt und dies war für alle Großmütter ganz normal.

Biogarten

Da bald das Frühjahr vor der Tür steht, und viele Hobbygärtner von einem eigenen Biogarten träumen erkläre ich Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihren eigenen Biogarten anlegen.

Einen Biogarten anlegen

Einen Biogarten anlegen ist nicht schwer und die Anfangsmühe lohnt sich mit Sicherheit, denn in einem Biogarten liegt die Qualität Ihrer Lebensmittel ganz in Ihrer Hand. Und der Standort für einen Biogarten sollte immer an einem sonnigen Platz liegen, der vor austrocknenden Winden geschützt ist oder auch geschützt werden kann. Der Boden sollte so gut wie Unkraut frei sein und Sie sollten mindestens 10 bis 20 Zentimeter Abstand halten von zu kräftigen Baumwurzeln. Vermeiden Sie auch Bodenverdichtungen durch Betreten der Beetflächen und legen Sie sich ein gut durchdachtes Wegenetz an, denn dies erleichtert die Pflegearbeiten im Biogarten. Die Hauptwege sollten circa 90 Zentimeter breit sein, sodass die Wege, bequem mit einem Schubkarren befahren werden können. Bedecken Sie die Wege mit einer Schicht Rindermulch oder pflastern Sie die einfach, denn so können Sie Unkräuter leichter entfernen.

Hier die wichtigsten Grundregeln für den Anbau

– Alle Beete sollten gut zugänglich sein.

– Gemüsebeete sollten nicht größer als 1,20 Meter sein.

– Planen Sie ausreichend Wege ein.

– Achten Sie auf eine geregelte Kompostwirtschaft.

– Achten Sie auf günstige Mischkulturen und planen Sie eine Ecke mit Pilzen und Wildkräuter ein.

Hier weitere Grundregeln für einen Biogarten

– Bewässern Sie Ihren Biogarten nur mit Regenwasser oder Oberflächenwasser.

– Schädlingsbekämpfung erfolgt durch Nützlinge.

– Die Bodenpflege sollte schonend sein und nur organischer Dünger verwenden.

– Immer nur die gesündesten Pflanzen verwenden zur Vermehrung und das Saatgut selbst vermehren.

– Im Biogemüsegarten muss immer auf die Fruchtfolge geachtet werden.

Die Vorbereitung der Gründüngung im Biogarten

Lockern Sie zuerst den Boden möglichst tief mit einer Grabgabel oder Hacke und entfernen Sie alle Unkräuter und sonstige Abfälle. Danach ebnen Sie die Oberfläche mit einem rechen und entfernen Sie auch die Steine. Der Boden sollte für diese Arbeit nicht zu trocken oder zu nass sein. Als nächstes vermischen Sie die Gründüngungssamen mit Sand, um sie besser gleichmäßig über die Beetfläche auszustreuen und danach die Samen mit einem Rechen vorsichtig in den Boden einarbeiten. Wichtig für einen Biogarten ist, dass Sie auf jegliche Chemiekeulen verzichten und außerdem ist der Anbau von Gründüngungspflanzen sehr wichtig und absolut nicht zu umgehen. Denn diese Pflanzen haben sehr viele Vorteile, denn Sie helfen Ihnen Unkraut zu regulieren und schützen die Pflanzen vor Schädlingen und Krankheiten. Außerdem verhindern diese Pflanzen Bodenerosion an, halten die Nährstoffe im Boden und sind zudem gute Dünger sowie verbessern sie die Bodenstruktur. Und hier die wichtigsten Gründüngungspflanzen:

– Lupine

– Winterraps            Biobeete

– Bienenfreund

– Ölrettich

– Winteroggen

– Luzerne

– Senf

– Sonnenblumen

– Kartoffeln

Wichtig für einen Biogarten ist eine gut erreichbare Wasserquelle und achten Sie darauf, dass Sie ihre Biobeete mit dem Schlauch gut erreichen können. Sammeln Sie, wenn die Möglichkeit besteht, Regenwasser in einer Tonne oder wenn ein Geräteschuppen oder ein Gartenhaus nahe dem Biogarten steht, mit einer Dachrinne, können Sie mit einem Fallrohr eine Regentonne anschließen und das kostbare Regenwasser sammeln.

Typisch und sehr wichtig für einen Biogarten ist der Fruchtwechsel

Wenn Sie in Ihrem Biogarten bestimmte Gemüse immer wieder, an der gleichen Stelle anbauen – wird der Boden einseitig beansprucht. Darüber hinaus etablieren sich schnell Schädlinge und Krankheiten, die auf das Gemüse übergehen.

Biogemüse

Und nach einigen Jahren können dadurch die Pflanzen im Wuchs beeinträchtigt werden Ihre Ernte wird schlecht ausfallen. Daher ist es wichtig, die verschiedenen Gemüse jährlich nach einem festen Schema rotieren zu lassen. Die einfachste Möglichkeit ist die 3- oder 4-jährige Fruchtfolge, denn diese bietet zugleich den unterschiedlichen Nährstoffbedarf der Gemüse. Hierfür müssen Sie Ihren Biogarten unterteilen in drei oder vier Teilflächen, deren Nutzung Sie jährlich in einer festgelegten Reihenfolge abwechseln. Und so sollte der Fruchtwechsel aussehen:

Im ersten Jahr: Das Quartier wird im Herbst oder im zeitigen Frühjahr mal kräftig mit Kompost oder Mist versorgt, Denn so ist der Boden perfekt vorbereitet für die Starkzehrer wie zum Beispiel, Kohl, Kürbis, Tomaten, Sellerie, Kartoffeln und Zucchini.

Im zweiten Jahr: Nun folgt auf der gleichen Fläche die Mittelzehrer und dazugehören Möhren, Rettich, Rote Beete, Zwiebeln, Kohlrabi und auch Mangold und währenddessen wachsen im Nachbarbeet die Starkzehrer.

Im dritten Jahr: Auf dem nährstoffarmen Biobeet wachsen die Schwachzehrer wie die Erbsen, Speiserübe oder die Buschbohnen. Wenn genügend Fläche vorhanden ist, können Sie im selben Beet dies mit Kompost versorgen und dann mit einer mehrjährigen Kultur wie mit Erdbeeren bepflanzen. Diese entfernen Sie nach 2 oder 3 Jahren und machen in der jährlichen Fruchtfolge weiter.

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2 Kommentare

  1. Toller informativer Artikel! Da kanns ja losgehen mit der Gartensaison!

  2. Finde diesen Artikel auch super! Einen kleinen Biogarten sollte wirklich jeder haben, der den entsprechenden Platz auch hat. Das Gemüse aus dem eigenen Anbau ist immer noch das beste Gemüse!

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