Ab wann ist der perfekte Zeitpunkt für die Aussaat von Kräutern

Frische Kräuter bereichern unsere Küchen und machen jedes Gericht zu einer Delikatesse. Zwar können Sie Kräuter heute in fast jedem Supermarkt kaufen, aber Kräuter aus dem Garten schmecken besser und sind vor allem frischer und sind außerdem jeder Zeit verfügbar. Darüber hinaus benötigt ein gut sortiertes Kräuterbeet im Garten nicht viel Platz und der Pflegeaufwand der leckeren Kräuter – hält sich auch in Grenzen.

Damit aber die Kräuterstauden gut gedeihen, müssen diese zur rechten Zeit selbst gezogen werden und auch rechtzeitig im Garten eingepflanzt werden. Der Zeitpunkt für eine Kräuterbeet-Bepflanzung kann jedoch erheblich variieren, je nachdem welche Kräuter Sie persönlich bevorzugen. Wie jedes Obst und Gemüse schmecken Kräuter vom eigenen Garten am besten. Bevor es ans Anpflanzen der Kräuter geht, müssen Sie allerdings eine wichtige Entscheidung treffen – lieber selbst aussäen oder fertige Pflanzen kaufen. Wenn Sie Ihre Kräuter für den Garten selbst ziehen möchten, benötigen Sie vor allem viel Geduld – aber dafür erleben Sie den gesamten Wachstumsprozess von Ihren eigenen Kräutern. Wenn Sie auf ein paar Kleinigkeiten achten bei der Anzucht von Kräutern, kann absolut nichts mehr schiefgehen und deshalb hier die sechs Schritten – zu Ihrem eigenen Kräutergarten.

Die sechs Schritte – für eine gelungene Kräuteraussaat

  1. Das Pflanzengefäß füllen: Nehmen Sie ein Pflanzengefäß oder auch eine Pflanzenschale füllen diese bis zum Rand mit Blumenerde. Danach die Erde gleichmäßig leicht andrücken.
  2. Die Kräuter aussäen: Im zweiten Schritt verteilen Sie die Kräutersamen gleichmäßig, aber Vorsicht, die Aussaat sollte nicht zu dicht folgen. Danach den Kräutersamen dünn mit Erde bedecken und mit dem Handrücken vorsichtig andrücken. Befeuchten Sie nun den Samen mithilfe einer Sprühflasche oder mit einem sanften Wasserstrahl.
  3. Das Pflanzengefäß abdecken: Den Topf oder die Schale mit einer Haube abdecken und an einem warmen Platz stellen bei circa 20 bis 22 Grad, denn so hat das Kräutersaatgut, die perfekte Keimbedingungen. Sobald die Erde trocken wird, müssen Sie das Saatgut wieder bewässern.
  4. Die ersten Kräuterkeimlinge zeigen sich endlich: Nach etwa 8 bis 14 Tage zeigen sich je nach Kräuterart – endlich die ersten Keimlinge und genau jetzt sollen Sie ihre Kräuterkeimlinge an einen hellen Standort platziert werden. Aber Vorsicht bitte: Praller Sonne am Südfenster lieben Kräuter nicht.
  5. Die Kräuterpflänzchen eintopfen: Wenn sich das erste Blattpaar zeigt, müssen Sie bei einer zu dichten Saat auslichten. Wenn die Kräuterpflänzchen im Topf weitergezogen werden sollen, ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen fürs Verpflanzen. Zudem können Sie jetzt auch die Abdeckhaube entfernen und die kleinen Kräuter sollten weiterhin gut feucht gehalten werden.
  6. Die Kräuterpflänzchen düngen: Eine Extraportion Nährstoffe sorgt für ein optimales Wachstum und hierfür ist Stickstoff unerlässlich. Während Phosphor die Wurzelbildung fördert, festigt Kalium das Gewebe und sorgt so für eine gute Widerstandskraft. Denn nur gesunde Kräuter entwickeln ihr volles Aroma.

Selbst gezüchtete Kräuter im eigenen Garten einpflanzen – auf was müssen Sie achten

Ein eigener Heil- und Würzkräutergarten ist ein besonderes Highlight für jeden Hobbygärtner. Einfach in den eigenen Garten gehen und Kräuter nach Bedarf zu holen ist kein Luxus. Denn leckere Kräuter lassen sich in fast jeden Garten anlegen, egal wie groß die zur Verfügung stehende Fläche ist. Mit etwas kreativen Ideen und ein wenig Grundwissen über Kräuter wird Ihr eigener Anbau im Garten mit Ihren selbst gezüchteten Kräuterpflänzchen gelingen.

Damit Ihre Kräuter im Garten gedeihen können, sind die Bodenart, die Lichtverhältnisse und auch die Wassermenge von sehr großer Bedeutung. Denn oft werden Kräuter benutzt, deren Heimat eigentlich der mediterrane Raum ist. Dementsprechend müssen Sie einen optimalen Standort im Garten auswählen und unbedingt auf die Gießmenge achten. Kräuter wie zum Beispiel Thymian, Salbei oder Lavendel benötigen viel Sonnenlicht. Denn nur mit Sonnenlicht wird der Gehalt der ätherischen Öle sowie alle weiteren Inhaltsstoffen der Kräuter höher. Bepflanzen Sie diese Kräuter nur in den Halbschatten im Garten, wird dies sich am Wuchs und Geschmack bemerkbar machen.

Daher benötigen alle Kräuter, die aus warmen Länder stammen einen sonnigen Wind geschützten Platz. Hingegen heimische Kräuter wie Kümmel, Schnittlauch, Petersilie oder Minze sind an das hiesige Klima gewohnt und kommen mit einem halbschattigen Standort im Garten aus.

Die Bodenbeschaffenheit spielt eine wichtige Rolle bei den Kräutern

Fast alle Kräuter lieben wasserdurchlässigen, lockeren und mageren Gartenboden mit wenig Nährstoffen. Denn wenn der Gartenboden zu viel Nährstoffe aufweist, reduziert sich der Gehalt der Inhaltsstoffe der Kräuter. Deshalb müssen Sie unbedingt sehr sparsam mit dem Dünger umgehen. Ideal ist es im Frühjahr organischen Dünger oder Hornspäne unter die Erde zu mischen. Sie können auch ohne weitere Probleme mit Kompost, Ihre selbst gezogene Kräuter im Garten düngen.

Auch in puncto Gießen müssen Sie einiges beachten, denn Kräuter aus warmen Länder benötigen nur zum Keimen und in der Anfangszeit bei der Bepflanzung im Garten regelmäßig Wasser. Wenn die Kräuterpflänzchen genügend Wurzeln gebildet haben, müssen Sie nur noch in heißen Tagen die Kräuter gegossen werden. Heimische Kräuter hingegen wie die Petersilie oder Schnittlauch benötigen mehr Wasser und zudem mögen diese Kräuter humosen Gartenboden, der immer feucht gehalten werden muss.

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