Die ideale Heizung für das Gartenhaus

Variante 1: Gartenhaus ohne Strom

Diese Variante gibt es dort, wo ein idyllischer Flecken als Gartenland verpachtet wird, jedoch noch nicht mit einer Stromleitung – meistens auch nicht mit Wasser- und Abwasserleitungen – erschlossen wurde. Diese Gärten können dennoch sehr beliebt und begehrt sein, nur kommt hier als Heizung nur eine Propangasheizung infrage. Diese hat zweifellos Nachteile, ist aber in so einem Fall alternativlos und genügt den Kleingärtnern allein schon deshalb, weil sie sich in der Regel nicht sehr lange im meist sehr kleinen und einfachen Gartenhaus aufhalten. Eine ausreichende Gasheizung kostet in sehr kleiner Bauart ab rund 50 Euro, auch die besseren Varianten sind selten teurer als 200 Euro. Diese verfügen über einen Temperaturfühler und schalten sich bei erreichter Wunschtemperatur ab, später springen sie wieder an.

Die Propangasflaschen gibt es auf dem Baumarkt. Sie werden nach der ersten Anschaffung immer leer gegen voll getauscht, die Füllung kostet rund 15 Euro und kann für eine Saison genügen. Natürlich ist das etwas umständlich, zudem verbraucht der Gasofen im Raum Sauerstoff und erhöht die Luftfeuchtigkeit. Es gab auch schon Unfälle mit Kohlenstoffmonoxid. Doch ohne Strom geht es nicht anders.

Variante 2: Gartenhaus mit Strom

Wer im Garten Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse hat, nutzt meistens eine elektrische Heizung. Grundsätzlich gibt es die Varianten mit Gebläse und Infrarotheizungen, Letztere wiederum als Langwellen- und Kurzwellenheizung. Das Gebläse ist in der Anschaffung unglaublich preiswert (ab rund 25 Euro), aber laut. Meistens nimmt es in der kleinsten Bauart 2 kW/h auf, die Kosten sind nicht zu unterschätzen. Auch Infrarotheizungen reichen meistens bis 2,5 kW/h und auch darüber, sind aber in der Regel etwas besser steuerbar und lautlos. Auch machen sie nicht so viel Wind. Es ist prinzipiell anzumerken, dass die elektrische Heizung im Gartenhaus deutlich mehr Verbrauchskosten produziert. Eine Gasheizung kann tatsächlich für 15 bis 20 Euro im sehr kleinen Gartenhaus über eine Saison betrieben werden, bei der elektrischen Heizung würden bei gleicher Raumgröße und gleicher Wohlfühltemperatur Kosten von etwas über 100 Euro pro Saison entstehen. Dabei gehen wir von etwa 100 Tagen im Jahr aus, an denen das Gartenhäuschen für zwei Stunden täglich beheizt wird. Die Leistungsaufnahme soll 2 kW/h betragen, die Stromkosten 28 ct/kWh. Wenn im etwas größeren Gartenhaus vielleicht zwei Räume beheizt werden und wenn gelegentlich sogar eine Übernachtung hinzukommt, verdoppeln sich diese Kosten schnell. Natürlich leisten sich das viele Kleingärtner. Die modernen Gartenhäuser sind sehr komfortabel, sie sind auch wärmetechnisch oft gut isoliert und tendieren in ihrer Bauart und Einrichtung zur kleinen Datsche (DDR-Begriff für das kleine Wochenendhaus, dem russischen дача [datscha] entlehnt). Wer sich so ein Gartenhaus leistet, leistet sich auch die Heizkosten. Schauen wir uns nun die beiden Infrarotvarianten an.

Mittelwellige IR-B-Infrarotstrahlung

Eine kurze Anmerkung vorweg: Es gibt drei Wellenbereiche für Infrarotstrahler. Die Kurzwelle (IR-A) ist die Rotlichtlampe, die wir bei Akne und Schnupfen auf unser Gesicht richten. Sie ist nicht als Heizung geeignet. Die IR-B-Strahlung ist mittelwellig (1,4 – 3 µm), dringt wenig in die Haut ein, wärmt angenehm und kommt meistens aus Carbonröhren. Diese Heizungen sind nicht sehr hell, aber heller als die Langwelle. Sie eignen sich eigentlich nur für den Innenbereich und sollten nicht unbedingt ohne Aufsicht laufen, weil es in ihrer Nähe sehr heiß wird. Mittelwellenstrahler erwärmen vorwiegend Gewebe oder Festkörper, aber kaum die Luft.

Langwellige Infrarot-C-Strahlung

Wenn die Wellenlänge 3 µm übersteigt, sprechen wir von Langwelle. Die Strahlen dringen noch weniger in die Haut ein und sind sehr dunkel, man nennt solche Heizstrahler sogar Dunkelstrahler. Die Röhren bestehen aus Keramik oder Metall. IR-C-Strahler können zwar prinzipiell unbeaufsichtigt laufen, sind aber leicht anfällig gegen Luftzug. Der Vorteil besteht darin, dass Langwellenstrahler auch ein wenig die Luft erwärmen und daher auf Dauer auch einen größeren Raum durchaus aufheizen können.

Fazit: Welche Heizung eignet sich für das Gartenhaus?

Der Stromanschluss, die Kosten, die Raumgröße und die Isolierung (Luftzug oder nicht) sind entscheidende Faktoren für Wahl einer Gartenhausheizung. In ein eher schlecht isoliertes Gartenhaus passt vielleicht sogar am besten die günstige Gasheizung: Der Wärmeverlust fällt bei den geringen Kosten nur wenig ins Gewicht, die gute Lüftung durch die schlechte Isolierung minimiert wiederum die ansteigende Luftfeuchtigkeit und das Risiko einer Kohlenmonoxidvergiftung.

Weitere wertvolle Informationen zu Thema findet Ihr auch unter https://www.online-holzgartenhaus.de/gartenhaus-heizen/

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