Eigener Pool im Garten – das muss ich beachten

Der eigene Pool im Garten ist für viele Menschen ein Traum. Worauf Sie achten müssen, wenn Sie das Vorhaben in die Tat umsetzen möchten und welche Kosten durch einen Pool entstehen. 

Eigener Pool im Garten

Die wichtigsten rechtlichen Anforderungen 

In Deutschland darf ein Pool nur mit Baugenehmigung installiert werden. Die einzige Ausnahme sind Fertigbecken, welche ohne größere Bauarbeiten in einem fertigen Fundament platziert werden. Für diese Poolvariante wird keine Baugenehmigung benötigt. Im Hinblick auf die Maße gibt es kaum Einschränkungen. Ein Schwimmbecken mit Standardmaßen wie 4 x 8 x 1,5 Meter kann ohne Baugenehmigung aufgestellt werden. 
Für größere Pools ab 50 Kubikmeter Fassungsvermögen benötigen Bauherren unter Umständen eine Baugenehmigung. 
Soll ein großer Pool aufgebaut werden, ist eine Anfrage bei der zuständigen Behörde zu empfehlen. Das Amt kann über die notwendigen Genehmigungen informieren und die Situation vor Ort beurteilen. 
Das Bauamt benötigt eine Planzeichnung vom Grundstück sowie aktuelle Fotos. Anhand der Unterlagen kann eine Baugenehmigung erteilt werden. Auch Ablehnungen sind möglich, für Pools jedoch extrem selten. Der Bauantrag für den Bau eines Pools ist in der Regel kostenfrei. Wurde das Schwimmbecken im heimischen Garten bewilligt, kann mit dem Bau begonnen werden. 

Pool bauen: darauf ist zu achten 

Beim Bau eines Swimmingpools sind einige Aspekte zu beachten. Zunächst muss ein guter Standort für den Pool gewählt werden. Optimal ist eine große Fläche, die auch um den Pool herum ausreichend Platz bietet. Auch Baugrenzen zu den Nachbarn gilt es einzuhalten. Die Windrichtung, ist ebenfalls wichtig, denn ein schlecht platzierter Pool fängt Staub und Blätter ein, die vom Wind herangetragen werden und ist deutlich aufwändiger zu reinigen. 
Im besten Fall hat der Ort der Wahl eine starke Sonneneinstrahlung. Dann kann auf das Aufheizen des Pools im Frühling teilweise verzichtet werden. Allerdings fördert UV-Licht das Algenwachstum und der Pool an der Sonne muss mit einem leistungsfähigen Poolsauger ausgestattet werden. 
Der Pool benötigt zudem einen Wasseranschluss sowie einen Abwasseranschluss. Die Filteranlage muss trocken und windgeschützt platziert werden, ohne zu weit vom Schwimmbecken entfern zu sein. Als Faustregel gilt eine Länge von 3 bis 15 Metern. 

Den Pool betreiben: Diese Arbeiten fallen an 

Mit dem Einbau des Pools ist die Arbeit noch nicht erledigt. Der Pool muss gepflegt und gewartet werden. Zudem fallen Reparaturarbeiten und Kontrollarbeiten an Wasser und Energie an. Je nach Größe des Pools muss die Pflege mehrmals wöchentlich oder sogar täglich erfolgen. 


Poolsauger und Poolroboter

Ein vollautomatischer Poolroboter nimmt einen großen Teil der Arbeit ab, indem er den Pool selbstständig von Laub und anderem Unrat befreit. Er ist eine günstige Alternative zum professionellen Reinigungsdienst oder dem täglichen Griff zur Poolbürste. 

Poolroboter

Vom Bau bis zur Instandhaltung: Die Kosten für den Pool 

Ein eigener Swimmingpool gilt als Luxusgut. Die günstigsten Modelle sind ab 1.000 Euro erhältlich. Dabei handelt es sich um vorgefertigte Becken, welche ein Fundament benötigen und regelmäßig gewartet werden müssen. Besonders luxuriöse Pools kosten bis zu 30.000 Euro. Die Luxus-Variante ist meist individuell gestaltet und mit technischen Extras wie beheizbaren Böden oder einer Beleuchtung ausgestattet. 
Hinzukommen Kosten für die Instandhaltung und die Wartung. Zunächst werden Wasser und Abwasser sowie Strom benötigt. Die Wartung sollte von einem Fachmann durchgeführt werden, welcher in der Regel zwischen 50 und 200 Euro pro Stunde verlangt. Zudem fallen Kosten für Reinigungsmittel, Baugenehmigungen und Co. an.

lese auch

Baumschnitt selbst vornehmen – so bleiben hohe Bäume in Form

Bäume im Garten sind für die meisten Haus- und Grundstücksbesitzer ein Muss bei der Gartengestaltung. …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.