Was macht die Faszination eines Zen-Gartens aus? Informationen und Tipps

Große und kleinere Steine, Sand und Pflanzen fügen sich harmonisch zu einer besonderen Landschaft zusammen. Diese strahlt eine außergewöhnliche Ruhe aus, die einen sofort in ihren Bann zieht. Ein Zen-Garten besitzt eine jahrhundertealte Tradition und ist eine besondere Art des Gärtnerns, die bestimmten Grundsätzen folgt.

Was sind seine Kennzeichnen?

„Kare-san-sui“ – „Trockene Landschaft“ so lautet der korrekte Name dieser Gartenform auf Deutsch, die bereits seit dem 14. Jahrhundert in Japan populär und von der buddhistischen Religion geprägt ist. Wie alle japanischen Gartenformen ist auch diese von der Lehre des „Zen“  geprägt. Deswegen gab es diese Gärten ursprünglich in Tempeln und Klöstern, um durch Meditation und die Lösung von Ängsten und Wünschen spirituell erleuchtet zu werden. Sie üben eine besondere Faszination aus und bieten auch in der westlichen Welt einen perfekten Ort der Entspannung und Ruhe.

Frau mittleren Alters meditiert im Zengarten

Zu diesem Zweck sind Zen-Gärten sehr schlicht und bestehen aus den wichtigen Elementen Stein, Bäume, Sand und Moos, welche für die Tiere, das Leben, Wasser und die Weisheit stehen. Die besondere Ausstrahlung entsteht durch die Komposition der einzelnen Elemente, die ordentliche Organisation und die klaren Linien. Dadurch ergibt sich ein besonderes Bild, das als Gestaltungselement zu einem Highlight in ihrem Garten ähnlich einem Teich werden kann. In dessen Nähe bietet sich ein gemütlicher Sitzplatz an, von dem aus sich der Zen-Garten in Ruhe betrachten lässt. Daher kann er auch in der Nähe der Terrasse gestaltet werden. Möglich ist ebenfalls, einen Gartentisch mit Stühlen oder einer Bank in den Zen-Garten zu integrieren. Passende Gartenmöbel, zum Beispiel hier gesehen, sollten aus hochwertigen Materialien bestehen und eine klare Formensprache besitzen.

Tipps für die Gestaltung eines Gartens im Zen-Stil

Grundsätzlich kann ein solcher Garten überall angelegt werden, sogar auf einer Dachterrasse oder als Mini-Variante im Inneren eines Hauses.

  • Egal ob das gesamte Grundstück oder nur ein Bereich in einen Zen-Garten verwandelt werden soll, ist es ratsam, zunächst einen Plan zu entwerfen. Dieser hilft bei der anschließenden Umsetzung.
  • Der Untergrund sollte von Gras, Unkraut und Wurzeln befreit sein, bevor das Kiesbeet angelegt wird, das die Basis des Zen-Gartens darstellt.
  • Wenn die Fläche mit einer Folie ausgelegt wird, kann später kein Unkraut in der Kiesfläche oder zwischen den Pflanzen wachsen.
  • Für das Anlegen des Kiesbeets kann feinkörniger Kies oder eine Sand-Kies-Mischung verwendet werden.
  • Für die richtige Ausstrahlung sind Steine in verschiedenen Formen ob als Sand-Kies-Gemisch oder als Flussstein ein Muss.
  • Weniger ist mehr: Primär ist der Zen- ein Stein-Garten, weshalb je nach Größe wenige Pflanzen ausreichen. Gemäß der japanischen Tradition dürfen ausschließlich Bonsai-Bäume verwendet werden. Es eignen sich außerdem Rhododendron, Azalee, Schneeball, Fächerahorn und Konifere.
Schwarzer Stein mit der Aufschrift Ruhe
Schwarzer Stein mit der Aufschrift Ruhe

Die Gartenanlage muss entsprechend der Zen-Lehre wellenförmig sein. Daher ist es wichtig, Steine und Pflanzen nicht symmetrisch anzuordnen.

 

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