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Gartenliege kaufen: Darauf kommt es bei Material, Komfort und Pflege an

Eine Gartenliege kann aus einer Terrasse, einem Balkon oder einer ruhigen Ecke im Garten einen richtigen Erholungsplatz machen. Anders als ein normaler Gartenstuhl ist sie darauf ausgelegt, den Körper ĂŒber eine grĂ¶ĂŸere FlĂ€che zu stĂŒtzen und je nach Bauart sowohl aufrechtes Sitzen als auch entspanntes Liegen zu ermöglichen. Die Unterschiede zwischen den angebotenen Modellen sind allerdings erheblich. Material, Konstruktion, Verstellmechanismus, Gewicht, Liegehöhe und Polsterung entscheiden darĂŒber, ob eine Liege tatsĂ€chlich regelmĂ€ĂŸig genutzt wird oder nach kurzer Zeit hauptsĂ€chlich Platz beansprucht.

Die Auswahl beginnt deshalb nicht bei Farbe und Design, sondern bei der geplanten Nutzung. FĂŒr gelegentliches Sonnenbaden genĂŒgt möglicherweise eine einfache, flache Sonnenliege. Soll auf der Terrasse regelmĂ€ĂŸig gelesen werden, ist eine gut verstellbare RĂŒckenlehne deutlich praktischer. FĂŒr kleine Balkone kommen klappbare Varianten infrage, wĂ€hrend auf einer großen Terrasse auch schwere Holz-, Lounge- oder Doppelliegen problemlos Platz finden können.

TÜV SÜD unterscheidet unter anderem klassische flache Sonnenliegen, Deckchairs, Relaxliegen, Rollliegen, Stapelliegen und Schaukelliegen. FĂŒr das Sonnenbaden oder einen kurzen Mittagsschlaf eignen sich laut den Produktexperten besonders flache Modelle. Wird dagegen hĂ€ufig gelesen, bieten verstellbare RĂŒckenlehnen eine sitzende oder halb aufrechte Position. Körperangepasste S-Formen können insbesondere fĂŒr Menschen interessant sein, denen das Aufstehen aus niedrigen Liegen schwerfĂ€llt.

Auch der spĂ€tere Standort verdient frĂŒh Aufmerksamkeit. Eine schwere Holzliege, die den ganzen Sommer an derselben geschĂŒtzten Stelle steht, stellt andere Anforderungen als eine Liege, die tĂ€glich zwischen Sonne und Schatten verschoben wird. Rollen, Griffe, geringes Gewicht und Klappmechanismen sind in letzterem Fall deutlich wichtiger.

Ein umfassender Überblick ĂŒber die gĂ€ngigen Werkstoffe findet sich ergĂ€nzend im Materialvergleich fĂŒr Gartenmöbel auf garten-blog.org. Dort werden Holz, Polyrattan, Aluminium, Kunststoff und Edelstahl mit ihren jeweiligen Eigenschaften eingeordnet.

Die beste Gartenliege ist damit nicht automatisch das teuerste oder aufwendigste Modell. Entscheidend ist, dass Material, Komfort, Platzbedarf und Pflege zum vorgesehenen Einsatz passen.

Siehe auch  Die Vorteile von Polyrattan fĂŒr Gartenmöbel

Zuerst klÀren, wie die Liege genutzt werden soll

Vor dem Kauf lohnt sich eine möglichst realistische EinschÀtzung des spÀteren Alltags. Eine Sonnenliege am Pool wird anders genutzt als ein Deckchair auf einem kleinen Balkon oder eine Relaxliege in einer schattigen Gartenecke.

TÜV SÜD weist darauf hin, dass unterschiedliche Bauformen unmittelbar mit unterschiedlichen Nutzungsarten verbunden sind. Klappbare Liegen benötigen wenig Lagerraum, Rollliegen lassen sich einfacher versetzen und Stapelliegen können platzsparend zusammen gelagert werden. Relaxliegen setzen dagegen stĂ€rker auf Komfort, wĂ€hrend Schaukelliegen vor allem dort interessant sind, wo genĂŒgend StellflĂ€che vorhanden ist.

Sonnenbaden verlangt eine andere Liege als Lesen

Eine vollstĂ€ndig flache LiegeflĂ€che ist angenehm, wenn ĂŒberwiegend entspannt oder in der Sonne gelegen werden soll. Sobald BĂŒcher, Tablet oder GetrĂ€nke hĂ€ufiger dazugehören, wird eine verstellbare RĂŒckenlehne wichtig.

Dabei lohnt sich ein genauer Blick auf den Mechanismus. Wenige deutlich unterschiedliche Stufen können im Alltag vollkommen ausreichen. Wichtiger als eine möglichst hohe Zahl an Einstellungen ist, dass sich die bevorzugten Positionen bequem erreichen und sicher arretieren lassen.

Eine waagerechte Stellung sollte vorhanden sein, wenn die Liege regelmĂ€ĂŸig zum Sonnenbaden oder Schlafen genutzt wird. Manche Modelle lassen sich nur bis zu einer halb liegenden Position zurĂŒckstellen.

Komfort lÀsst sich nicht allein an einer dicken Auflage erkennen

Eine weiche Polsterauflage kann bequem sein, macht aber noch keine ergonomisch angenehme Liege. Mindestens ebenso wichtig sind die Form der LiegeflĂ€che, die UnterstĂŒtzung im RĂŒckenbereich und eine passende Position von Kopf und Beinen.

TÜV SÜD empfiehlt verstellbare RĂŒckenlehnen besonders fĂŒr Nutzer, die auf ihrer Liege auch lesen möchten. Körperangepasste Konstruktionen in S-Form können wiederum den Körper in einer entspannten Haltung unterstĂŒtzen und das Aufstehen erleichtern.

Liegehöhe beeinflusst den Alltag

Sehr niedrige Sonnenliegen sehen elegant aus, können beim Aufstehen jedoch weniger komfortabel sein. Das fÀllt besonders bei eingeschrÀnkter Beweglichkeit auf.

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Eine höhere LiegeflÀche erleichtert das Hinsetzen und Aufstehen. Vor dem Kauf lohnt sich daher ein Probeliegen stÀrker als der reine Vergleich von Produktbildern.

Auch die Breite sollte nicht zu knapp bemessen sein. Arme und Schultern benötigen genug Platz, ohne stĂ€ndig an Rahmen oder Armlehnen anzustoßen.

KopfstĂŒtzen und Armlehnen können den Komfort verbessern

Ein verstellbares oder abnehmbares Kopfkissen kann eine sinnvolle ErgĂ€nzung sein. Eine fest integrierte KopfstĂŒtze passt dagegen nicht zwangslĂ€ufig zu jeder KörpergrĂ¶ĂŸe.

Armlehnen sind vor allem bei Deckchairs und Relaxliegen angenehm, wenn lÀngere Zeit halb aufrecht gesessen wird. Beim reinen Sonnenbaden können sie hingegen verzichtbar sein.

Mehr Ausstattung bedeutet deshalb nicht automatisch mehr Komfort. Die einzelnen Elemente mĂŒssen zur bevorzugten Liegeposition passen.

Holz, Aluminium, Kunststoff oder Polyrattan?

Das Material bestimmt Optik, Gewicht, Pflegeaufwand und teilweise auch den Lagerbedarf. Ein Werkstoff, der fĂŒr eine ĂŒberdachte Terrasse hervorragend geeignet ist, kann an einem stĂ€ndig ungeschĂŒtzten Standort mehr Pflege benötigen.

Die folgende Tabelle gibt eine Orientierung:

MaterialTypische StĂ€rkeZu berĂŒcksichtigen
HolznatĂŒrliche Optik, angenehme Haptik, reparierbarregelmĂ€ĂŸige Kontrolle und je nach OberflĂ€che Pflege
Aluminiumgeringes Gewicht, moderne GestaltungVerarbeitung und Verbindungselemente prĂŒfen
Stahlhohe StabilitÀtBeschichtung auf BeschÀdigungen kontrollieren
Kunststoffleicht, einfach zu reinigenlÀngere Hitze- und Frostbelastung vermeiden
Polyrattanwohnliche Flechtoptik, vergleichsweise pflegeleichtQualitÀt des Geflechts und UV-BestÀndigkeit beachten
Materialmixverbindet verschiedene EigenschaftenÜbergĂ€nge und Befestigungen sorgfĂ€ltig prĂŒfen

Die tatsÀchliche QualitÀt hÀngt immer vom konkreten Produkt und dessen Verarbeitung ab.

Gartenliegen aus Holz wirken natĂŒrlich und hochwertig

Holz harmoniert besonders gut mit GĂ€rten, Holzterrassen und naturnah gestalteten Außenbereichen. Seine OberflĂ€che fĂŒhlt sich bei unterschiedlichen Temperaturen hĂ€ufig angenehmer an als blankes Metall.

TÜV SÜD nennt fĂŒr Gartenliegen unter anderem Douglasie, Eiche, Robinie und Teak als geeignete Holzarten. Bei Tropenhölzern empfiehlt die PrĂŒforganisation, auf Herkunftsnachweise wie FSC oder PEFC zu achten. Das Umweltbundesamt empfiehlt bei Holzprodukten ebenfalls, eine nachhaltige Forstwirtschaft und eine lange Nutzungsdauer zu berĂŒcksichtigen.

Siehe auch  Alten Möbeln und Gartenmöbeln zu neuem Glanz verhelfen - Tipps und Tricks zum Nachmachen

Patina ist nicht automatisch ein Schaden

Unbehandeltes Holz verĂ€ndert unter Witterungseinfluss seine Farbe. Bei verschiedenen Holzarten entwickelt sich eine graue OberflĂ€che. Diese optische VerĂ€nderung bedeutet nicht automatisch, dass das MöbelstĂŒck beschĂ€digt ist.

Soll der ursprĂŒngliche Farbton möglichst lange erhalten bleiben, ist eine regelmĂ€ĂŸige OberflĂ€chenpflege erforderlich. Wie Holzmöbel gereinigt, geschliffen und geölt werden können, beschreibt garten-blog.org ausfĂŒhrlicher im Beitrag Gartenmöbel richtig pflegen.

Das Umweltbundesamt nennt außerdem konstruktiven Schutz vor Feuchtigkeit als wichtigen Teil des Holzschutzes. Überdachungen und Schutz vor lĂ€nger anhaltender NĂ€sse können die Beanspruchung reduzieren.

Aluminium ist praktisch, wenn die Liege hÀufig bewegt wird

Aluminium wird hĂ€ufig fĂŒr Gestelle von Gartenliegen verwendet. Das geringe Gewicht erleichtert das Umstellen zwischen Terrasse, Rasen und Schattenplatz. garten-blog.org beschreibt Aluminium-Gartenmöbel ebenfalls als leicht und vergleichsweise einfach zu handhaben.

Eine Gartenliege aus Aluminium eignet sich daher besonders gut, wenn der Standort wĂ€hrend des Tages hĂ€ufiger verĂ€ndert werden soll. Rollen am Kopf- oder Fußende können das Verschieben zusĂ€tzlich erleichtern.

Auf Verarbeitung und Verbindungselemente achten

Nicht nur das eigentliche Gestell entscheidet ĂŒber die Haltbarkeit. Schrauben, Gelenke und Scharniere werden bei verstellbaren Liegen regelmĂ€ĂŸig bewegt und sind gleichzeitig Feuchtigkeit und Schmutz ausgesetzt.

TÜV SÜD empfiehlt, Scharniere regelmĂ€ĂŸig zu kontrollieren, gegebenenfalls zu schmieren und gelockerte Schrauben nachzuziehen.

Gerade bei gĂŒnstigen Konstruktionen sollte geprĂŒft werden, ob der Rahmen verwindungssteif wirkt und die RĂŒckenlehne sauber einrastet.

Stahl ĂŒberzeugt durch StabilitĂ€t, braucht aber Schutz

Stahlgestelle können sehr stabil sein. Gleichzeitig sollte die OberflĂ€che dauerhaft vor Korrosion geschĂŒtzt werden.

Pulverbeschichtungen und andere Schutzschichten verhindern, dass Feuchtigkeit unmittelbar an den Stahl gelangt. Kleine BeschÀdigungen der Beschichtung sollten deshalb nicht dauerhaft unbeachtet bleiben.

Der interne Ratgeber zur Pflege verschiedener Gartenmöbel-Materialien empfiehlt bei Metallmöbeln ebenfalls regelmĂ€ĂŸige Kontrollen auf Rost oder beschĂ€digte OberflĂ€chen.

Bei einer Gartenliege aus Stahl fĂ€llt außerdem das Gewicht stĂ€rker ins Gewicht. FĂŒr einen dauerhaften Stellplatz kann das problemlos sein, fĂŒr hĂ€ufiges Umstellen sind Rollen oder ein leichterer Materialmix komfortabler.

Kunststoff bleibt unkompliziert, ist aber nicht unverwĂŒstlich

Kunststoffliegen besitzen mehrere praktische Eigenschaften. Sie sind meist leicht, lassen sich einfach reinigen und hÀufig stapeln oder zusammenklappen.

TÜV SÜD beschreibt Kunststoff als vergleichsweise preiswert und pflegeleicht, weist aber darauf hin, dass dauerhafte UV-Einstrahlung das Material schwĂ€chen und zu Ausbleichen oder Versprödung beitragen kann. TÜV Rheinland warnt außerdem davor, Kunststoffgartenmöbel dauerhaft hohen Temperaturen unter gleichzeitiger Belastung auszusetzen und empfiehlt eine geschĂŒtzte Lagerung wĂ€hrend des Winters.

Dunkle und farbige OberflÀchen verdienen mehr Schutz

Intensive Sonneneinstrahlung kann Farben ĂŒber lĂ€ngere Zeit verĂ€ndern. Eine geschĂŒtzte Lagerung außerhalb der Nutzung verlĂ€ngert deshalb nicht nur die Lebensdauer, sondern erhĂ€lt hĂ€ufig auch die Optik.

Eine Abdeckung kann sinnvoll sein, sollte aber nicht dauerhaft Feuchtigkeit einschließen. TÜV SÜD rĂ€t von einer langfristigen Lagerung im Freien unter einer Plane ab, wenn darunter ein feuchtes Klima entstehen kann.

Polyrattan verbindet Flechtoptik mit einfacher Reinigung

Polyrattan besteht nicht aus natĂŒrlichem Rattan, sondern aus Kunststoffgeflecht. Dadurch ist es deutlich besser fĂŒr den Außenbereich geeignet als unbehandeltes Naturrattan.

TÜV SÜD beschreibt Polyrattan-Gartenliegen als robust und vergleichsweise pflegeleicht, weist jedoch darauf hin, dass auch Kunststoffgeflechte bei dauerhafter UV-Belastung altern können.

Auf garten-blog.org gibt es dazu einen eigenen Beitrag mit Pflegetipps fĂŒr Gartenmöbel aus Polyrattan.

Die QualitÀt des Geflechts entscheidet

Bei einer Polyrattanliege sollte das Geflecht gleichmĂ€ĂŸig gespannt sein. Lose oder auffĂ€llig dĂŒnne Bereiche können auf Dauer stĂ€rker beansprucht werden.

Unter dem Geflecht befindet sich meist ein Metallrahmen. Damit besitzt eine solche Liege praktisch zwei Materialsysteme, die beide sauber verarbeitet sein mĂŒssen.

Textilgewebe kann eine Auflage ĂŒberflĂŒssig machen

Viele moderne Aluminiumliegen kombinieren das Gestell mit einer flexiblen Textilbespannung. Diese gibt leicht nach und kann dadurch auch ohne dicke Polsterung angenehm sein.

Der Vorteil liegt insbesondere im unkomplizierten Alltag: Es muss nicht jedes Mal eine große Auflage aufgelegt, abgenommen und trocken gelagert werden.

Wie angenehm sich eine solche FlĂ€che tatsĂ€chlich anfĂŒhlt, hĂ€ngt jedoch stark von Spannung, Gewebe und Konstruktion ab. Ein Probeliegen bleibt deshalb sinnvoll.

Verstellmechanismus und Sicherheit genau ansehen

Bei einer verstellbaren Liege entstehen bewegliche Stellen. Genau dort können Quetschstellen oder instabile Konstruktionen problematisch werden.

TÜV Rheinland weist deshalb besonders bei klappbaren Möbeln und Produkten mit beweglichen Elementen auf eine nachvollziehbare Gebrauchsanweisung und sachgemĂ€ĂŸe Bedienung hin. Das GS-Zeichen zeigt an, dass ein Produkt von einer zugelassenen PrĂŒfstelle auf einschlĂ€gige Sicherheitsanforderungen geprĂŒft wurde.

TÜV SÜD nennt bei Gartenliegen unter anderem Standsicherheit, Festigkeit, Dauerhaltbarkeit und das Vermeiden gefĂ€hrlicher scharfer Kanten als wichtige Sicherheitsmerkmale.

Als weiterfĂŒhrender Trustlink bietet sich der Kaufratgeber fĂŒr Gartenliegen von TÜV SÜD an.

Belastbarkeit nicht nur nach GefĂŒhl beurteilen

Bei jeder Liege sollte die vom Hersteller angegebene maximale Belastung berĂŒcksichtigt werden. Diese kann sich je nach Bauform deutlich unterscheiden.

Auch wenn das Gestell optisch stabil erscheint, dĂŒrfen die Herstellerangaben nicht ĂŒberschritten werden. Besonders Gelenke und Verstellmechanismen werden bei falscher Belastung stark beansprucht.

Rollen, Klappfunktion oder Stapelbarkeit?

Eine Gartenliege bleibt selten ganzjĂ€hrig am selben Platz. Selbst robuste Outdoor-Möbel profitieren von einer geschĂŒtzten Überwinterung.

Deshalb lohnt sich der Blick auf die Lagerung bereits vor dem Kauf. TÜV SÜD empfiehlt ausdrĂŒcklich, den Platzbedarf fĂŒr die Winterlagerung mit einzubeziehen. Klapp- und Stapelliegen können dabei erhebliche Vorteile bieten.

Rollen erleichtern das Wandern mit der Sonne

Große Holz- und Loungeliegen lassen sich mit Rollen wesentlich leichter verschieben. Wichtig ist, dass die Rollen ausreichend groß und stabil sind.

Kleine Rollen funktionieren auf glatten Terrassen gut, können auf Rasen, Kies oder unebenen Platten jedoch schwieriger laufen.

Bei einem festen Schattenplatz ist diese Ausstattung weniger wichtig. FĂŒr eine flexible Sonnenliege kann sie dagegen tĂ€glich genutzt werden.

Auflagen erhöhen den Komfort, benötigen aber zusÀtzlichen Stauraum

Eine dicke Auflage kann selbst eine vergleichsweise harte Liege sehr bequem machen. Gleichzeitig entsteht ein zweites Produkt, das gepflegt und gelagert werden muss.

TÜV SÜD empfiehlt waschbare beziehungsweise abnehmbare BezĂŒge und eine trockene Lagerung der Auflagen ĂŒber Nacht, um Ausbleichen und Stockflecken vorzubeugen.

Wasserabweisend bedeutet nicht dauerhaft draußen lagerfĂ€hig

Outdoor-Stoffe vertragen Feuchtigkeit meist besser als normale Wohntextilien. Daraus folgt jedoch nicht, dass Polster dauerhaft nass bleiben sollten.

Eine Auflagenbox, ein trockener Schuppen oder ein geschĂŒtzter Stauraum in TerrassennĂ€he kann die tĂ€gliche Nutzung erheblich erleichtern.

Besonders bei großen Lounge- und Doppelliegen sollte dieser zusĂ€tzliche Platz vor dem Kauf berĂŒcksichtigt werden.

Schatten verlÀngert nicht nur die angenehme Nutzungszeit

Eine Gartenliege muss nicht permanent in der direkten Sonne stehen. Ein Sonnenschirm, Sonnensegel oder eine Markise schafft einen zweiten Nutzungsbereich fĂŒr besonders heiße Stunden.

Außerdem werden Material und Polster unter dauerhafter Sonneneinstrahlung stĂ€rker beansprucht. Das gilt insbesondere fĂŒr Kunststoffe und Textilien. TÜV SÜD weist bei Kunststoff- und Polyrattanmöbeln ausdrĂŒcklich auf Alterung durch intensive UV-Einstrahlung hin.

Passende Möglichkeiten zur Beschattung zeigt der garten-blog.org-Ratgeber Sonnenschutz fĂŒr den Garten.

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Die richtige Pflege hÀngt vom Material ab

Eine einheitliche Pflegeanleitung fĂŒr alle Gartenliegen gibt es nicht. Holz benötigt eine andere Behandlung als Kunststoff oder beschichtetes Metall.

FĂŒr die normale Reinigung empfiehlt TÜV SÜD zunĂ€chst einen feuchten Lappen. Bei stĂ€rkerem Schmutz können mildes SpĂŒlmittel und Wasser ausreichen. Vom Hochdruckreiniger wird abgeraten, weil der starke Wasserstrahl Materialien beschĂ€digen beziehungsweise Feuchtigkeit in Rohrkonstruktionen drĂŒcken kann.

Das Umweltbundesamt empfiehlt bei GrĂŒnbelĂ€gen ebenfalls möglichst mechanische beziehungsweise biozidfreie Reinigungsverfahren, bevor chemische GrĂŒnbelagsentferner eingesetzt werden.

Holz regelmĂ€ĂŸig kontrollieren

HolzoberflĂ€chen sollten auf raue Stellen, Risse und Verschmutzungen geprĂŒft werden. Ob Öl oder eine andere OberflĂ€chenbehandlung erforderlich ist, hĂ€ngt von Holzart, gewĂŒnschter Optik und vorhandener Beschichtung ab.

Eine graue Patina kann bewusst akzeptiert werden. Soll die ursprĂŒngliche Holzfarbe erhalten bleiben, ist ĂŒblicherweise mehr Pflege erforderlich.

Metallprofile sauber halten

Bei pulverbeschichteten Gestellen genĂŒgt hĂ€ufig eine schonende Reinigung. BeschĂ€digte Stellen sollten kontrolliert werden, insbesondere wenn darunter korrosionsanfĂ€lliger Stahl liegt.

Bewegliche Gelenke verdienen ebenfalls Aufmerksamkeit. TÜV SÜD empfiehlt regelmĂ€ĂŸiges Schmieren der Scharniere und die Kontrolle der Schraubverbindungen.

Wo die Gartenliege im Winter stehen sollte

Der trockenste verfĂŒgbare Lagerplatz ist in vielen FĂ€llen die beste Wahl. Keller, Garage oder Gartenhaus kommen infrage, sofern genĂŒgend Luftzirkulation vorhanden ist.

TÜV SÜD rĂ€t davon ab, eine Gartenliege einfach den gesamten Winter draußen unter einer dicht abschließenden Plane stehen zu lassen. Unter ungĂŒnstigen Bedingungen kann sich Feuchtigkeit sammeln und Schimmelbildung begĂŒnstigen.

Bei begrenztem Stauraum gewinnen Klapp- und Stapelkonstruktionen erheblich an Wert.

Design sollte zur vorhandenen Gartengestaltung passen

Eine Liege steht selten vollkommen allein im Außenbereich. Gartentisch, StĂŒhle, Sonnenschutz, Terrasse und Pflanzen bilden zusammen ein Gesamtbild.

Holz passt besonders gut zu natĂŒrlichen und klassischen Gartengestaltungen. Aluminium und Textilgewebe wirken hĂ€ufig geradliniger und moderner. Polyrattan lĂ€sst sich gut mit Loungegruppen kombinieren.

Weitere Inspiration bietet der Beitrag Stilvolle Gartenmöbel-Ideen fĂŒr den Außenbereich.

Optik sollte dennoch erst nach den praktischen Anforderungen kommen. Eine wunderschöne schwere Massivholzliege verliert schnell an Reiz, wenn sie tÀglich mehrere Meter bewegt werden muss.

Fazit: Gute Gartenliegen verbinden Komfort mit Alltagstauglichkeit

Eine Gartenliege wird meist fĂŒr Entspannung gekauft. Gerade deshalb sollte ihre Auswahl nicht auf Optik oder einen möglichst weichen ersten Eindruck reduziert werden.

ZunĂ€chst entscheidet die Nutzung. Wer ĂŒberwiegend in der Sonne liegen möchte, benötigt eine andere Bauform als jemand, der auf der Terrasse lesen, trinken oder lĂ€ngere Zeit halb aufrecht sitzen möchte. TÜV SÜD unterscheidet deshalb nachvollziehbar zwischen flachen Sonnenliegen, Deckchairs, Relaxliegen, Rollen-, Klapp- und Stapelmodellen.

Der zweite große Punkt ist das Material. Holz wirkt natĂŒrlich und lĂ€sst sich hĂ€ufig gut aufarbeiten, verlangt je nach OberflĂ€che aber regelmĂ€ĂŸige Pflege. Aluminium punktet durch sein geringes Gewicht und eignet sich besonders fĂŒr mobile Liegen. Stahl kann sehr stabil sein, benötigt jedoch eine intakte SchutzoberflĂ€che. Kunststoff ist leicht und einfach zu reinigen, sollte aber nicht dauerhaft unnötig intensiver Sonne und Frost ausgesetzt werden. Polyrattan bietet eine wohnliche Flechtoptik mit vergleichsweise einfacher Pflege, ist jedoch ebenfalls nicht unbegrenzt gegen UV-Alterung geschĂŒtzt.

Ebenso entscheidend ist der tatsĂ€chliche Liegekomfort. Eine verstellbare RĂŒckenlehne erweitert die Nutzung vom Sonnenbaden bis zum Lesen. KopfstĂŒtzen, Armlehnen und Fußteile können angenehm sein, mĂŒssen aber zur KörpergrĂ¶ĂŸe und zur bevorzugten Position passen. Ein Probeliegen sagt deshalb hĂ€ufig mehr aus als lange Produktbeschreibungen.

Beim Kauf sollte außerdem nicht nur an den Sommer gedacht werden. Der Winterlagerplatz gehört bereits zur Kaufentscheidung. Eine große Doppelliege benötigt erheblich mehr Stauraum als eine klappbare Aluminiumliege. Rollen, Klappmechanismen und Stapelbarkeit können deshalb langfristig wichtiger werden als ein zusĂ€tzliches Designdetail.

Auch Pflege und Sicherheit gehören zusammen. Scharniere, Verstellmechanismen und Schrauben sollten regelmĂ€ĂŸig kontrolliert werden. Das GS-PrĂŒfzeichen kann zusĂ€tzliche Orientierung geben, weil entsprechend gekennzeichnete Produkte von einer zugelassenen PrĂŒfstelle auf Sicherheitsanforderungen geprĂŒft wurden.

Bei der Reinigung ist ZurĂŒckhaltung hĂ€ufig die bessere Strategie. Ein weicher Lappen, Wasser und ein mildes Reinigungsmittel genĂŒgen bei vielen Verschmutzungen. Hochdruckreiniger können dagegen OberflĂ€chen oder Konstruktionen schĂ€digen. Das Umweltbundesamt empfiehlt bei GrĂŒnbelĂ€gen ebenfalls, zunĂ€chst auf mechanische und biozidfreie Verfahren zurĂŒckzugreifen.

Eine hochwertige Gartenliege muss damit nicht die teuerste sein. Gut ist ein Modell dann, wenn es bequem genutzt, einfach bewegt, vernĂŒnftig gelagert und mit vertretbarem Aufwand gepflegt werden kann. Stimmen diese Punkte zusammen, kann aus einem einfachen Gartenmöbel ĂŒber viele Sommer hinweg ein bevorzugter Platz im GrĂŒnen werden.

Die wichtigsten Fragen rund um den Kauf einer Gartenliege betreffen vor allem Material, Komfort, WetterbestÀndigkeit und die richtige Lagerung.

Welches Material eignet sich am besten fĂŒr eine Gartenliege?

Eine allgemeingĂŒltige beste Wahl gibt es nicht. Aluminium eignet sich gut fĂŒr hĂ€ufig bewegte Liegen, weil das Material vergleichsweise leicht ist. Holz bietet eine natĂŒrliche Optik und lĂ€sst sich hĂ€ufig gut aufarbeiten. Kunststoff ist pflegeleicht und leicht, wĂ€hrend Polyrattan eine wohnliche Flechtoptik bietet. Der geplante Standort, die gewĂŒnschte Pflege und die Lagerungsmöglichkeiten entscheiden letztlich ĂŒber die passende Materialwahl.

Welche Gartenliege ist zum Lesen geeignet?

FĂŒr lĂ€ngeres Lesen empfiehlt sich eine Liege mit verstellbarer RĂŒckenlehne. Dadurch kann eine halb aufrechte oder sitzende Position eingestellt werden. TÜV SÜD empfiehlt solche Konstruktionen ausdrĂŒcklich fĂŒr Nutzer, die auf der Gartenliege nicht ausschließlich flach liegen möchten.

Ist eine Gartenliege aus Holz wetterfest?

WitterungsbestĂ€ndige Holzarten können gut fĂŒr Gartenmöbel geeignet sein, trotzdem verlĂ€ngern Schutz und richtige Pflege die Nutzungsdauer. TÜV SÜD nennt unter anderem Douglasie, Eiche, Robinie und Teak als geeignete Hölzer und empfiehlt eine geschĂŒtzte Winterlagerung.

Kann eine Gartenliege das ganze Jahr draußen bleiben?

Eine dauerhafte Lagerung im Freien ist nicht fĂŒr jedes Material empfehlenswert. TÜV SÜD empfiehlt grundsĂ€tzlich eine trockene Überwinterung und warnt vor dauerhaftem Abdecken unter ungĂŒnstig belĂŒfteten Planen, weil sich darunter Feuchtigkeit sammeln kann. Herstellerangaben des jeweiligen Modells sollten zusĂ€tzlich berĂŒcksichtigt werden.

Welche Gartenliege eignet sich fĂŒr einen kleinen Balkon?

Klappbare und stapelbare Modelle benötigen wenig Stauraum und eignen sich deshalb besonders fĂŒr begrenzte FlĂ€chen. Ein Deckchair kann ebenfalls interessant sein, wenn ĂŒberwiegend aufrecht entspannt wird. Vor dem Kauf sollte neben der aufgestellten GrĂ¶ĂŸe immer das Packmaß fĂŒr die Lagerung geprĂŒft werden.

Sind Gartenliegen aus Kunststoff langlebig?

Qualitativ gute Kunststoffliegen können lange genutzt werden, allerdings altert Kunststoff unter intensiver UV-Strahlung und ungĂŒnstigen Witterungsbedingungen. TÜV SÜD und TÜV Rheinland empfehlen deshalb Schutz vor dauerhafter intensiver Sonne und eine trockene Winterlagerung.

Was bringt das GS-Zeichen bei einer Gartenliege?

Das GS-Zeichen steht fĂŒr „GeprĂŒfte Sicherheit“. TÜV Rheinland erklĂ€rt, dass es nur von zugelassenen PrĂŒfstellen nach einer Produkt- und HerstellungsprĂŒfung vergeben werden darf. Bei Gartenmöbeln werden unter anderem Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit geprĂŒft.

Wie wird eine Gartenliege richtig gereinigt?

FĂŒr viele Materialien reichen ein feuchtes Tuch und bei stĂ€rkerem Schmutz ein mildes Reinigungsmittel. TÜV SÜD rĂ€t bei Gartenliegen vom Hochdruckreiniger ab, da der harte Wasserstrahl Materialien beschĂ€digen oder Wasser in Konstruktionen drĂŒcken kann.

Braucht eine Gartenliege unbedingt eine Auflage?

Nein. Flexible textile LiegeflĂ€chen oder ergonomisch geformte Konstruktionen können auch ohne zusĂ€tzliche Polster bequem sein. Eine Auflage erhöht bei hĂ€rteren Holz-, Kunststoff- oder MetallflĂ€chen hĂ€ufig den Komfort, benötigt jedoch zusĂ€tzlichen trockenen Stauraum. TÜV SÜD empfiehlt bei Auflagen abnehmbare BezĂŒge und eine trockene Lagerung ĂŒber Nacht.

Was ist beim Kauf einer verstellbaren Gartenliege besonders wichtig?

Der Mechanismus sollte leicht bedienbar sein, zuverlĂ€ssig einrasten und keine auffĂ€lligen scharfen Kanten oder problematischen Quetschstellen besitzen. ZusĂ€tzlich sollten Schrauben und Scharniere regelmĂ€ĂŸig kontrolliert werden. TÜV SÜD nennt Standsicherheit, Festigkeit und Dauerhaltbarkeit als wichtige Sicherheitsmerkmale von Gartenliegen.

ĂŒber Gartenfan

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