Gestaltungstipps für den perfekten Rosengarten

Wer die Königin unter den Blumen ist, ist kein Geheimnis: die Rose. Sie ist leicht zu lieben, aber nicht immer leicht zu berühren. Wer dem betörenden Duft nicht widerstehen kann, muss nämlich vor den Dornen aufpassen. Von der kontrastreichen Blume stammt vor allem der Name des Gartens eines jeden Liebhabers von Rosen – der Rosengarten. Er besticht durch seine Formen- und Farbenvielfalt. Um die Herrlichkeit von Rosen gekonnt in Szene zu setzen, bedarf es allerdings mehr als nur einer wahllosen Anordnung. Der perfekte Rosengarten besteht nämlich nicht nur aus der Königin reich an Zahl selbst, sondern auch aus ihren Begleitpflanzen.

Wie sich Rosen am besten in Szene setzen lassen

Der Rosenfreund gestaltet mit Bedacht. Als Multitalent lässt sich die Rose vielfältig einsetzen. In Rasenflächen als Solitär gepflanzt, kommen Strauchrosen hervorragend zur Geltung. Strauchrosen als bodendeckende Bepflanzung zieren Beete. Kletternde Rosen machen Zäune, alte Bäume, Mauern oder Pergolen zu einem Hingucker. Auch im Kübel lässt sich die Rosenpracht in Form von Hochstämmchen heranziehen.Geschmückt als Blumen-Bouquet versprühen sie ein festliches Flair.

Ein intensiv wirkender Rosengarten lebt vor allem von Kontrasten. Dabei können auch unterschiedliche Stilrichtungen vertreten sein. Besonders beliebt ist der verträumt ausschauende Rosengarten, der weniger von starken Kontrasten lebt. Vielmehr sind weiche Farben vorherrschend. Klassisch dafür sind die Farben Mauve und Rosa, Gelb, Lila, Weiß oder Rahmweiß.

Wer sich an dem Blütenzauber auch über Monate hinweg erfreuen möchte, wählt nicht historische Rosen, sondern englische Rosen, zu denen beispielsweise die rosafarbene ‘Gertrude Jekyll’ zählt. Besonders kontrastreich machen sich die Rosen der Sorte ‘Martin Frobisher’ und ‘The Hunter’.

Der moderne Stil hingegen braucht Kontraste, die peppig und knallig wirken. Wer glaubt, bei Rosen ist das nicht möglich, der irrt. Stauden wie der blaue Steppen-Salbei blüht im kräftigen Blauton und erhebt reinweiße Rosen in den Mittelpunkt. Noch knalliger ist die Kombination von feurig-roten Prachtspieren, die mit gelben Rosen das Auge des Betrachters unmittelbar auf sich ziehen. Wie die Hinterpflanzung im Detail aussehen soll, bestimmt die gewählte Rangfolge.

Die Rose ist und bleibt im Mittelpunkt

Um die Rose als oberste Priorität des Gartens zu erhalten, sollte der Gartengestalter eine Rangfolge bei der Bepflanzung festlegen. In das Beet kommen zuerst die Rosen. Wenn sich ein begehbarer Weg im Garten befindet, kommen bodendeckende Rosen hinzu. Im Beet sollte der Hobbygärtner Begleitpflanzen einpflanzen, die einen harmonischen Rahmen bilden. Die Planung und Wahl der Begleitpflanzen folgt demnach als zweiter Schritt, nachdem die Rose als Solist gesetzt wurde.

Für höhere oder niedrige Rosensorten eignen sich wilde und romantisch wirkende Sträucher, die gerne auch in verschiedene Rosenarten hineinwachsen dürfen. Mit immergrünen Sträuchern kann bei der Bepflanzung optisch auch nichts falsch gemacht werden.

Keine Willkür, sondern geplante Verspieltheit

Viele Rosengärten sehen auf den ersten Blick wild und willkürlich bewachsen aus. Hinter dieser optischen Täuschung steckt allerdings eine überlegte Anordnung, die in Wirklichkeit keine Willkür beherbergt. Das Gegenteil ist der Fall: Das Beet, das nur mit Rosen gestaltet werden soll, wird nicht durcheinander gesetzt. Das Geheimnis eines Rosengartens, dessen Rosen und Begleitpflanzen einen verspielten Eindruck hinterlassen, liegt in der Wiederholung eines bestimmten Pflanzenschemas.

Dazu wählt der Gestalter eine bestimmte Kombination aus Rosen und Begleitpflanzen. Dieselbe Blumenmischung wird dann an einer anderen Stelle eingepflanzt. Das kann spiegelbildlich oder durch ein umgedrehtes Schema geschehen. Auf diese Weise bekommt ein Durcheinander keine Chance.

Orte der Ruhe durch Schaffung von Räumen

Damit die Kulisse des Rosengartens vollständig zur Geltung kommen kann, sollten Orte geschaffen werden, die zum Spazieren, Erholen oder Sitzen einladen. Für die nötige Schaffung von verschiedenen Räumen kommen Gehölz, Stauden und bauliche Konstruktionen zum Zug.

Oft gesehen und perfekt positioniert ist die Backsteinmauer, an der die englische Rose besonders schön anzusehen ist. Auch Bäume dürfen nicht fehlen. An alten Obstbäumen ranken sich Ramblerrosen oder Kletterrosen empor und machen einen unwiderstehlich romantischen Eindruck.

Eine steinerne Bank versteckt nach einer Wegabzweigung lädt den Gartenbesucher zur Erholung ein. Nicht selten kommen für eine Akzentsetzung auch dezent gehaltene Brunnen oder historisch anmutende Skulpturen in Betracht.

Fazit

Die Gestaltung eines Rosengartens braucht viel Überlegung in Hinsicht auf die Rangfolge der Bepflanzung. Sie sollte sich in ein Gesamtkonzept mit einem wiederholenden Schema einbetten. Hinzu kommt die Positionierung, bei der die Rose stets das Vorzeigeobjekt sein muss. Sie ist die Königin des Gartens, was dem Besucher sofort klar werden muss. Gleichzeitig kann ein Rosengarten im klassischen oder auch modernen Stil gestaltet werden. Hier entscheidet der individuelle Geschmack.

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