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Hochbeet bepflanzen leicht gemacht – entdecke die vielen Vorteile

Das Hochbeet findet in immer mehr Gärten Einzug. Egal ob im Gemüsegarten oder im
normalen Hausgarten, immer mehr Menschen entscheiden sich dazu, ihr Gemüse im
Hochbeet zu bepflanzen. Doch warum geht der Trend trotz des kleinen Platzangebots in
einem Hochbeet immer mehr in diese Richtung?


Die meisten Menschen, mit denen man darüber spricht, nennen als Grund für den Nutzen
eines Hochbeets die Rückenschonende Höhe dieser Beete. Ganz klar ein gutes
Argument, aber bei Weitem nicht das einzige und in meinen Augen auch nicht der
wichtigste Grund, warum man sich entscheidet, ein Hochbeet zu bepflanzen. In diesem
Beitrag zeige ich euch die versteckten, wirklich genialen Vorteile eines Hochbeets.

Was ist genau ist überhaupt ein Hochbeet und was gilt es beim Bau oder Kauf beachten


Ein Hochbeet ist, wie es der Name schon vermuten lässt, ein Hoch gelegenes Gemüsebeet. In
den meisten Fällen ist ein Hochbeet klassischerweise aus Holz gebaut. Klar, Holz als organisches
Material fügt sich wunderbar im Garten ein und lässt sich ebenso gut verarbeiten. Meistens sind
diese Hochbeete ca. 80 – 100 cm hoch, bei dieser Höhe lässt es sich bequem und
rückenschonend arbeiten. Beim Kauf oder Bau eines Hochbeets sollte zum einen unbedingt
darauf geachtet werden, das dieses von innen mit einer Folie am besten Noppenfolie geschützt
wird und zum anderen sollte auf dem Boden ein Kaninchendraht verlegt werden. So haben lästige
Wühlmäuse keine Chance, an unser leckeres Gemüse zu kommen.


Auch sollte das Hochbeet, um vor Witterung geschützt zu sein, jährlich, spätestens alle zwei
Jahre mit einem Holzschutz gestrichen werden. Meine persönliche Empfehlung hierfür ist ein
biologischer Holzschutz. So braucht man sich keine Gedanken darüber machen, ob eventuell
irgendwelche Giftstoffe an das Gemüse abgegeben werden.

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Das Hochbeet vor dem Bepflanzen richtig befüllen

Oftmals werden Hochbeete einfach nur mit Gemüseerde gefüllt, ganz nach dem Motto
„muss ja nur voll werden“, doch dieser Gedanke ist falsch. Ein weiterer Vorteil bei
Hochbeeten ist die deutlich höhere Temperatur der Erde, welche den Pflanzen zu einem
besonders starken Wachstum verhilft. Die Wärme entsteht hierbei durch verrottende
organische Bestandteile, doch diese müssen wir natürlich einarbeiten.
Damit dieser Effekt zu unserem Vorteil genutzt werden kann, muss das Hochbeet wie folgt
zu je etwa gleichen Teilen aufgefüllt werden.

  • In die untere Lage kommen kleinere Äste und Zweige
  • Als nächstes Rasenschnitt oder umgedrehte Rasensoden
  • Dann entweder frischen Mist oder halb verrotteter Kompost
  • Und zum Schluss kommt erst hochwertige Gemüseerde
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So aufgefüllt befindet sich ausreichend organisches Material zum verraten im Hochbeet um
ausreichend Wärme zu produzieren um die obere Erdschicht entsprechend zu erwärmen.

Optimale Nährstoffversorgung

Vorausgesetzt, das Hochbeet wurde wie eben beschrieben befüllt, bietet das Hochbeet
noch einen weiteren sehr großen Vorteil, nämlich die Nährstoffversorgung.
Und das beste daran ist, dass die Nährstoffversorgung nicht nur für die erste Zeit sicher
gestellt ist, sondern für die gesamte Saison. Die Nährstoffe in der oberen Schicht mit der Gemüseerde stehen dem Gemüse direkt zum Start zur Verfügung. Sobald sie ausreichend
Wurzeln ausgebildet haben, erreichen sie die Schicht mit dem Kompost oder Mist, welche
für einen langen Zeitraum.


Nährstoffe in ausreichender Menge bietet. Im Späteren verlauf erreichen die Wurzeln die
unteren Schichten mit den Zweigen, welche jetzt ebenfalls verrotten und zusätzlich
Nährstoffe bieten.

Geringer Wasserbedarf im Hochbeet

Auch ein gerade bei den aktuell lang anhaltenden Trockenperioden nicht zu vernachlässigender
Vorteil an einem Hochbeet ist der geringe Wasserbedarf. Durch die hohe dichte an organischen
Material bietet ein Hochbeet einen optimalen Wasserspeicher, welcher das Gießen auf ein
Minimum reduziert.

Im Frühjahr schnell zum Frühbeet umgebaut

Frühbeete haben, wie es der Name schon vermuten lässt, den großen Vorteil, das man
schon etwas früher in die Gartensaison starten kann. Diesen Vorteil kann man sich beim
Hochbeet erst recht zu nutzen machen. Baut man sich eine Abdeckung aus
Gewächshausfolie für sein Hochbeet und deckt dieses im Frühjahr damit ab, wird es zum
einen vor eventuellen Spätfrösten geschützt und es wird noch zusätzlich durch die
verrottenden organischen Materialien zusätzlich aufgewärmt.
Im Regelfall kann man auf diese Art und Weise seine Gartensaison schon 2-3 Wochen
früher starten als die Gartennachbarn

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Nach den Eisheiligen das Hochbeet mit Gemüse bepflanzen.

Nachdem die Eisheiligen vorbei sind und es nicht mehr mit Nachtfrost zu rechnen ist, kann
man beginnen, das Hochbeet mit Gemüse zu bepflanzen. Grundsätzlich kann man jetzt
alles an Gemüse Pflanzen, was zur entsprechenden Jahreszeit passt, plant man das
Gemüsejahr jedoch richtig, kann man das Hochbeet zwei oder im Optimalfall sogar drei
Mal bepflanzen.


Hierbei sollte man darauf achten, dass zum Beginn Schwachzehrer wie z. B. Radieschen
oder Schnittsalat gepflanzt wird. Diese Sorten haben eine äußerst kurze Kulturdauer und
lassen noch ausreichend Nährstoffe für das folgende Gemüse übrig. Als Hauptkultur
können dann die Gemüsesorten, welche einen hohen Nährstoffbedarf haben, gepflanzt
werden. Hier kommen dann Gemüsesorten wie z. B. Kohlrabi, Brokkoli oder andere
Kohlsorten infrage.


Wenn auch die Hauptkultur abgeerntet ist, kommt als Nachkultur wieder eine Gemüsesorte,
welche nicht so hohe Ansprüche an die Nährstoffe und aufgrund der schon späten Zeit im Jahr
auch nicht an die Temperatur stellt. Meine besten Erfahrungen habe ich hier mit Spinat oder
Feldsalat gemacht. Diese beiden Sorten kann man dann bis zum Frost hin ernten und den Rest,
was bis zum Winter noch stehen bleibt ganz einfach als Gründung Unterarbeiten.

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Den Platz im Hochbeet optimal genutzt

Achtet jedoch gerade im Hochbeet, wo alles dicht beieinandersteht besonders akribisch
sowohl auf eine gute Mischkultur unter Berücksichtigung von guten und schlechten
Nachbarn als auch auf die richtige Fruchtfolge. Wenn ihr auch diesen Punkt beachtet, habt
ihr außerdem den Vorteil, das sowohl Krankheiten als auch Schädlinge auf natürliche
Weise minimiert werden.
Wer sich mit dem Thema Mischkultur und Fruchtfolge weiter auseinander setzen möchte, dem
kann ich nur nutzgarten-einfach.de empfehlen.

Unser Fazit

Wer ein wenig Gemüse selbst anbauen möchte, dem ist ein Hochbeet wirklich nur zu empfehlen.
Die genannten Vorteile liegen ganz klar auf der Hand. Nachteile gibt es bis auf die
Anschaffungskosten hingegen keine. Ich kann aus eigener Erfahrung jedoch sagen, dass sich die
Anschaffungskosten auf jeden Fall lohnen.

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