Kaminholz für den Winter vorbereiten – alles zum Thema Holzspalter

Überlegen Sie sich einen Holzspalter zuzulegen? Sie sind sich aber noch nicht wirklich sicher?
Oder wollen Sie sich momentan nur informieren? Sie sind hier richtig. In ein paar Minuten wissen Sie alles, was Sie über Holzspalter wissen müssen.

Warum Sie sich einen Holzspalter besorgen sollten

Holz spalten ist eine schweißtreibende Arbeit. Das Holz wird zwar im Winter benötigt aber im Sommer bereits gespalten.
Zu der Hitze im Sommer kommen, nach stundenlangen Spalten, schnell Rückenschmerzen hinzu.

Muss das sein?

Natürlich nicht. Ein Holzspalter nimmt Ihnen die harte Spaltarbeit ab. Holz wird mit einer anmutigen Leichtigkeit vor Ihren Augen in zwei Teile gespalten. Sie müssen den Holzspalter nur mit Holz füttern und dieser wird solange spalten, wie Sie es wollen.

Neben dem Vorteil der Arbeitsabnahme, gibt es weitere Vorteile.

Aus Sicht des Arbeitsschutzes ist der Holzspalter einer manuellen Spaltung mit einer Spaltaxt klar überlegen.

Während es immer wieder dazu kommt, dass durch Unachtsamkeit Unfälle mit Spaltäxten passieren, ist dies bei Holzspaltern unwahrscheinlich. Da diese mit einem Zweihandsystem arbeiten, kann es nicht passieren, dass eine Ihrer Hände verletzt wird.

Da der Spalter auch nicht am Holz abgleiten wird und kann, sind gefährliche Bewegungen des Spaltkeils in Richtung Ihrer Beine auch nicht zu erwarten. Wie oft aber passiert sowas mit einer Spaltaxt?

Ehrliche Nachteile von Holzspaltern

Kein Gerät ist perfekt. Wenn dem so wäre, würden alle das eine Gerät nutzen.

So haben auch Spalter ihre Nachteile.

Bei Spaltern welche mit Strom betrieben werden, gibt es zwei Ausführungen. Es gibt Spalter, welche mit 230 Volt Netzspannung funktionieren. Diese können Sie also einfach an jeder haushaltsüblichen Steckdose anstecken.

Es gibt aber auch die Varianten, welche Starkstrom benötigen. Für diese wird also ein extra Starkstromanschluss benötigt.

Im Grunde ist es jedoch egal, welche der beiden Varianten Sie nutzen. Beide Varianten benötigen Strom. Ein Einsatz im Wald ist somit ausgeschlossen. Für solche Einsätze muss man dann auf Spalter mit Benzin ausweichen.

Wie lange benötigen Sie, um ein Stück Holz zu spalten? Sicherlich nicht lange.
Ein Holzspalter kann dafür gut 10 Sekunden benötigen.
Das sollte schon als Nachteil angesehen werden.

Nicht zu vergessen, ein Holzspalter benötigt Platz. Nicht nur beim Spalten, auch wenn er verstaut wird. Eine Spaltaxt ist einfacher unterzubringen. Auch wiegt ein Spalter mit seinen über 40 kg deutlich mehr, als eine einfache Spaltaxt.

Welche Art darf es sein? Liegend oder stehend?

Im Grunde gibt es zwei Arten von Holzspaltern. Die liegenden und stehenden Holzspalter. Auf norma24.de gibt es beide Modelle zum Vergleich.
Die Art hat Auswirkungen auf die Spaltstärke, des Spaltweges und der Bedienung.

Liegende Holzspalter sind die preisgünstigere Variante.
Die Spaltung erfolgt dabei auf einem waagerechten Spaltkanal. Beim Spaltvorgang wird eine bewegliche Druckplatte gegen den Spaltkeil gedrückt.

Mit einem liegenden Holzspalter sind Spaltlängen bis 57 Zentimeter möglich. Dies ist im Normalfall deutlich weniger, wie es mit einem stehenden Spalter möglich wäre.

Auch die Spaltkraft ist geringer. So sind Kräfte von 4 – 7 Tonnen üblich.

Wenn Sie nur ein wenig Kaminholz spalten möchten, sind liegende Holzspalter ausreichend. Wenn es ein wenig mehr sein soll, sollten Sie über einen stehenden Spalter nachdenken.

Diese sind in der Anschaffung zwar etwas teurer, haben aber auch einige Vorteile zu bieten.
Der Spaltkeil trifft von oben auf das Holz. Hierbei werden Kräfte von 7 – 13 Tonnen freigesetzt. Erheblich mehr, wie bei liegenden Spaltern.

Ebenso wird der zu spaltende Stamm mit zwei Zangen gesichert. Und Holzstämme bis zu einem Meter sind spaltbar. Dies ist fast doppelt so lang, wie es ein liegender Spalter schaffen würde.

Auf welche Daten müssen Sie achten

Zum Schluss für Sie noch kurz die wichtigsten Daten, auf welche Sie bei Holzspaltern achten sollten. Die Daten sind auch hilfreich, um Spalter untereinander vergleichen zu können.

  • Netzspannung (Volt) – 230 V oder 400 V? Unabhängig hiervon sind Sie mit einem Spalter mit Benzinmotor
  • Motorleistung (Watt) – Ein Spalter sollte mindestens 2000 Watt Leistung haben
  • Spaltkraft/Spaltdruck (in Tonnen) – 5 Tonnen sollte Ihr Holzspalter mindestens haben. So ist auch verästeltes und hartes Holz kein Problem
  • Spalthub (in cm) – Gibt die Länge des Spaltweges an, da nie bis ganz an die Bodenplatte gefahren wird
  • Spaltgutlänge (in cm) – maximale Länge des Spaltgutes
  • Durchmesser Spaltgut (in cm) – Gibt den maximalen Durchmesser des Spaltgutes an, welcher gespalten werden kann
  • Spaltgeschwindigkeit (Meter pro Sekunde) – Gibt an, wie schnell sich der Keil vowärts und rückwärts bewegt. Umso schneller, umso mehr Holz können Sie spalten.

Achten Sie bitte auch darauf wie der Spaltkeil vorangetrieben wird.
Es gibt Holzspalter, welche mit einer Spindel laufen. Dies ist nicht zu empfehlen, da hier weniger Kraft entwickelt werden kann.

Nutzen Sie besser immer Holzspalter, welche mit Hydraulik arbeiten.

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2 Kommentare

  1. Hallo Gartenfreunde,
    auch mir steht das Spalten auf dem Programm. Habe mir ein paar Festmeter gesichert und ich stell mir folgende Frage?
    Einen kaufen oder besser mieten, jedes hat ja seine Vorteile.
    Was würdet Ihr machen?
    LG Wolfgang

  2. Tja – machst Du das jedes Jahr? Dann lohnt sich eventuell eher ein Kauf! 😉

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