Wildkamera: Was passiert eigentlich nachts in meinem Garten?

Eine Wildkamera ermöglicht das Beobachten von Tieren im eigenen Garten. Darüber hinaus kann sie als Einbruchschutz dienen, denn auch Diebe und Einbrecher erfasst sie zuverlässig. Die Steuerung erfolgt mit einem Infrarot-Bewegungsmelder. Wenn sich etwas auf dem eigenen Grundstück bewegt, löst dieser die Kamera aus und startet eine Foto- oder Video-Aufzeichnung. Nötigenfalls löst die Kamera auch einen Alarm aus. 

Wildkamera

Was soll die Kamera können?

Nach welchen Kriterien so eine Kamera angeschafft wird, hängt vom gewünschten Einsatzzweck ab. Hier sind einige Beispiele: 

  • Wenn ein Marder auf dem Dachboden identifiziert werden soll, wäre ein schneller Auslöser wichtig.
  • Wer ein großes Grundstück, eine Futterstelle, eine Lichtung oder einen Wildwechsel beobachten möchte, benötigt eine große Reichweite.
  • Die Wildkamera als Einbruchschutz sollte mit unauffälligen Black-LEDs ausgestattet sein.

Die Wildkamera kann die Aufnahmen auf einer SD-Karte speichern und/oder per WLAN oder SIM-Karte ins Netz übertragen. Das hat zwei Vorteile: Wer auf einen unerwünschten Besuch seines Grundstücks sofort reagieren will, wird aktuell informiert. Darüber hinaus bleiben die Bilder bei einer Cloudspeicherung auch dann erhalten, wenn ein Dieb die Kamera stiehlt oder unbrauchbar macht. In jedem Fall ist es vorteilhaft, wenn die Kamera auch im Akkubetrieb läuft, um auch bei einem Stromausfall oder auf einem Gartengrundstück ohne Strom zu funktionieren. 

Eigentlicher Einsatzzweck der Wildkamera

Der eigentliche Zweck dieser Kamera – abgesehen vom möglichen Einbruchschutz – ist das Beobachten von sehr scheuen Tieren. Diese tauchen nur selten auf und wären durch einen Menschen im Garten oder Wald kaum zu filmen. Natürlich ist es nicht zielführend, wenn die Kamera die ganze Zeit läuft, auch wenn gar nichts passiert. Idealerweise funktioniert sie daher als Foto- bzw. Videofalle: Sie löst nur bei einer Bewegung aus. Für ihre Unauffälligkeit – das ist wiederum für den Einbruchschutz wichtig – ist die Kamera durch einen Camouflage-Look getarnt. Sie filmt bei Tag und Nacht. Meistens macht sie tagsüber bei ausreichendem Licht Farbaufnahmen, nachts reicht die Leistungsfähigkeit noch für Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Die Auflösung solcher Kameras liegt im mittleren Bereich zwischen rund 5 bis 12 Megapixel bis auf den Ultra HD Bereich, der deutlich darüber hinausreicht. Zu erkennen ist sie an folgenden Bezeichnungen: 

  • VGA : 640 x 480p
  • HD ready: 1.280 x 720p
  • Full HD: 1.920 x 1.080p
  • Ultra HD: 3.840 × 2.160p

Unter anderem aus dem Auflösungsvermögen ergeben sich die 

Kosten einer Wildkamera:

Günstige Modelle sind schon unter 50 Euro zu haben, sehr hochwertige Wildkameras mit ausgezeichneter Auflösung und vielen nützlichen Features kosten einige Hundert Euro (etwa zwischen 400 bis 500 Euro). 

Vor- und Nachteile von Wildkameras

Vorteile

  • ermöglichen die Wildbeobachtung im Wald und auf dem eigenen Grundstück
  • dienen auch als Einbruchschutz
  • lösen per Bewegungsmelder aus
  • ermöglichen Zeitraffer-Aufnahmen
  • können nötigenfalls mit einem Alarm gekoppelt werden

Nachteile

  • höherwertige Modelle nicht ganz billig
  • Fehlalarme und zu langsames Auslösen möglich
  • schwer zu sichern

Was ist bei einer Wildkamera juristisch zu beachten?

Wenn eine Kamera Personen aufnimmt, so haben diese ein Recht auf ihr eigenes Bild. Grundsätzlich darf eine Kamera das eigene Grundstück filmen, doch sobald sie auf den öffentlichen Raum gerichtet wird, muss ein Schild auf sie hinweisen. Diese Bestimmungen gab es schon immer, sie wurden durch die neue DSGVO nochmals verschärft. Wer nur das eigene Grundstück überwachen möchte, muss darauf achten, dass die Kamera wirklich nur dieses erfasst. Wer die Kamera im Wald als Fotofalle aufstellt, muss mit einem Schild auf sie hinweisen und sollte sie überdies nicht unbedingt auf Wege richten, die Menschen benutzen.

Viele weitere ausführliche Informationen findet Ihr dazu auch auf wildkamera-welt.de

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